Funktionsweise

Das H.264-Verfahren basiert auf den MPEG-Standards.

Wichtige Unterschiede und Verbesserungen zu diesen Methoden:

  • Vergrößerte Anzahl von möglichen Verknüpfungen zwischen I-, P- und B-Frames
  • Variable Block-Size motion compensation: mit Blockgrößen von 16x16 - 4x4 Pixel können "sich bewegende" Regionen genau und effizient erfasst werden
  • Verbesserte Entropiecodierung: Zusätzlich zur herkömmlichen Huffmancodierung (mit ganzzahliger Bit-Anzahl pro Zeichen) können auch arithmetische Codierungsverfahren (bessere Kompression möglich, da ein Zeichen beinahe mit der optimalen Bit-Menge kodiert werden kann) zum Einsatz kommen 
  • Die Umwandlung der Bildinformation in den Frequenzbereich erfolgt mit einer von der DCT abgeleiteten Transformation. Die Blockgröße wird hierbei adaptiv von 8x8 auf 4x4 Pixels reduziert (geringeres Ringing). Weiters benötigt der Algorithmus lediglich Additionen, Subtraktionen und binären Verschiebeoperationen, wodurch sich die Hardwareimplementierung deutlich vereinfacht
  • integrierter Deblocking-Filter
  • Teilweise erfolgt die Kodierung eines I-Frames durch interne Bildvorhersage (Intra-Prediction). Manche Blöcke werden durch angrenzende Blöcke berechnet